Wörter auf Wanderschaft

14. März 2007

Wer hätte gedacht, dass die Amerikaner sich beim kaffeeklatsching in aller Gemütlichkeit über ihre Ahnenreihe unterhalten oder Schadenfreude darüber empfinden, dass sich der Sohn des Nachbarn nicht als Wunderkind, sondern als Dummkopf entpuppt.

Wörter aus dem deutschen Sprachraum sind weiter verbreitet als man denkt. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat in einer Aktion Deutsche weltweit dazu aufgerufen “Ausgewanderte Wörter” zu sammeln und einzusenden. Bisher sind dabei ca. 10.000 Beiträge zusammen gekommen. Eine kleine Auswahl dieses Projekts findet sich im Buch “Auswanderte Wörter” wieder.1

Unter anderem kam zu Tage, dass die Brasilianer gerne Quark essen und Malzbier trinken. In Chile kann man in die Bierstube gehen und zu Hause Kuchen essen. Wenn ein Bauer in Irland im Hinterland eine Rinderpest verschuldet, so riskiert er ein Berufsverbot. In Großbritannien ruft man seinem Hund Kommandos wie Platz!, Sitz! und Pfui! zu. Außerdem stehen Sachen die verboten sind meist unter Strafe. Die Spanier können über eine kaputte Weltanschauung verfügen und dabei trotzdem ein Fest feiern. Auch in Frankreich gibt es Mannschaften, die Handball spielen und nach dem Match in der Kneipe vielleicht noch einen Schnaps trinken.

Aber auch in veränderter Schreibweise schleichen sich deutsche Wörter in andere Sprachen ein. So setzt sich zum Beispiel der Japaner seinen Ryukkusakku (Rucksack) auf und zieht sich seine Yakke (Windjacke) an bevor er ins Gerende (Gelände) geht. Mit dem Volkswagen (Wagen) kann man auch dort auf der Autoban fahren. In Papua-Neuguinea ist es genauso Saise (Scheiße) wie hier, wenn man sich wie ein Rinfi (Rindvieh) aufführt. In Russland schmiert man sich ein Buterbrod (belegtes Brot), geht zum Parikmacher (Friseur), glaubt an den Poltergeist und steht schon mal unter Zejtnot (Zeitnot). Der Tscheche liest auf dem Hajzl (Häusl für Toilette) einen Libesbrif und beweist dabei schon mal Sitzfleisch. Der Nichtbure ist in Namibia ein Uitlander und in der Regenzeit schützt ein Wellblech-Dach. Wenn man lekker Essen serviert bekommt wird brav Dankie gesagt. In Finnland wird erstmal Kahvipaussi gemacht, wenn etwas außer Betrieb ist und Besserwisseri gibt es dort wie hier.2


1 Außerdem gibt es der aktuellen Vanity Fair (Nr. 11 - 8. März 2007) auf Seite 98 eine wirklich schön aufbereitete Landkarte mit einer Vielzahl von ausgewanderten Wörtern.

2 Als kleine Fusnote sei noch angemerkt, dass es in Albanien die Banknoten auch am Shalter gibt.

Endlich wieder Monk

13. März 2007

Nach einer 4-monatigen Wartezeit lief heute endlich wieder Monk auf RTL. Nicht nur, dass es eine wirklich tolle Folge war, in der ein Schauspieler sich dermaßen in Monk hineinversetzt, dass er “monkiger” als Monk wird, sondern RTL hat auch meine und die Gebete vieler anderer erhört und strahlt die Serie endlich im 16:9-Format aus. Zusammen mit House ist der Dienstagabend jetzt fest verplant.

xRez - eXtreme Resolution

13. März 2007

Auf der Seite xrez.com kann man eine Reihe von Bildern in extrem hoher Auflösung betrachten.1 Die riesigen Bilder sind aus mehreren 100 kleineren zusammengesetzt und besitzen teilweise eine Auflösungsbreite von knapp 100.000 Pixeln, damit bewegen sie sich jenseits der Marke von 3 Gigapixeln.


Wie bei Google Maps kann man in die Bilder hineinzoomen und gelangt somit zu beeindruckenden Detailansichten.


1 Gefunden über Photoshop-Weblog.

Lightbox und Simple Tagging

13. März 2007

Und wieder zwei neue Plugins.

Lightbox ermöglicht ein schöneres präsentieren von Bildern. Man kann in den Beiträgen ein kleines Thumbnail einbauen und wenn auf dieses geklickt wird, erscheint der Hintergrund leicht transparent und das entsprechende Bild wird mit einem schwarzen Rahmen in der Mitte des Bildschirms angezeigt. Es ist auch möglich einzelne Bilder verschiedenen Gruppen zuzuordnen, welche man sich dann in einer Slideshow anschauen kann. Gut zu sehen ist das in diesem Beitrag.

Das zweite Plugin nennt sich Simple Tagging und erlaubt das taggen von Beiträgen. Es werden automatisch, basierend auf gleichen tags, themenverwandte Beträge unter dem jeweiligen Beitrag angezeigt. Außerdem hat man die Möglichkeit zur Anzeige einer Tag-Cloud (auf deutsch: Wortwolke), wie in der Sidebar zu sehen.

Stromberg und die Weiber

13. März 2007

Die zweite Folge der dritten Staffel, mit dem Namen “Nicole”, fand ich wesentlich amüsanter als die vorangegangene Startepisode. Die Story war besser und das Ganze irgendwie runder. Ich will an dieser Stelle nicht großartig den Inhalt spoilern, aber ein paar Highlights an Sprüchen von Stromberg möchte ich trotzdem präsentieren:

  • “Bei den Weibern ist es so wie bei den Hobbits. Am Ende geht es immer um den Ring!”
  • “Der Mann stammt vielleicht vom Affen ab, aber die Weiber garantiert von den Kletten!”
  • “Jeder Mann lebt ohne Frauen besser, ganz klar. Außer vielleicht ein Gynäkologe.”

Wenn’s vom Niveau her so bleibt, bin ich sehr zufrieden. Vor allem Ernies kurze Auftritte waren wirklich sehenswert.

Viel Leere dort draußen

12. März 2007

Vor einiger Zeit hab ich Naturwissenschaft von Detlev Ganten gelesen. Daraus hab ich mir zwei wirklich interessante Fakten notiert:

  • In der normalen Luft befinden sich ca. 30 Trillionen Moleküle je cm³. In der Isolierschicht einer Thermoskanne, in der ja bekanntermaßen ein Vakuum herrschen soll, befinden sich immer noch 5 Billionen Moleküle/cm³. Im Raum zwischen den Sternen gibt es dann nur noch 3 Moleküle pro Kubikzentimeter. So richtig dünn wird es aber erst zwischen den Galaxien. Dort sind es dann nur 0,000 000 0001 Moleküle je cm³, das heißt hier ist nur noch alle 10 Meter ein Molekül anzutreffen.
  • Ein Atom besteht zu 99,999 999 999 999 Prozent aus leerem Raum!

Elternglück

10. März 2007

Schnulli und Miriam haben heute Nacht bei uns gepennt. Der Grund ihres Besuchs bzw. das Objekt ihrer Begierde war der links abgebildete süße kleine Odin. Nach einem gemütlichen Frühstück (für das Schnulli netterweise Brötchen organisiert hat, aber bedauerlicherweise vom falschen Bäcker) machten wir uns bei herrlichstem Frühlingswetter auf nach Immer, ein wirklich kleines Nest in der Nähe von Delmenhorst. Dort trafen wir dann die überaus netten Hundeeltern von Odin. Der kleine Racker hat noch acht Geschwister, von denen bereits sechs vermittelt waren. Einen, das Problemkind, welches bei der Geburt nur 100g wog, wollen die Besitzer selber behalten. Verständlich. Nach dem ganzen Stress wächst einem solche eine Hand voll Fell schon ans Herz. Nachdem Schnulli, mit einigen Schwierigkeiten, dem Kleinen sein neues Halsband angelegt hatte, gabs noch ein paar Tipps und eine Tüte von Odins Lieblingsfutter. Anschließend wurde sich von Odin verabschiedet und für die drei gings ab in Richtung Heimat.

Katalin und ich wollten eigentlich noch anschließend im Wald spazieren gehen, waren aber unfähig einen zu finden. Naja, nun haben wir das Projekt auf morgen verschoben.

Turbulenzen in der Zelle

9. März 2007

Ich lese derzeit gerade “Eine kurze Geschichte von fast allem” von Bill Bryson. Ein wirklich super interessantes populär- wissenschaftliches Buch und sehr verständlich geschrieben. Gestern abend war der Aufbau der Zelle dran. Ich erinnerte mich zurück an meine Biologiestunden und dachte ich wüßte darüber eigentlich alles was sich zu wissen lohnt, und fand das ganze eigentlich eher unspannend. Aber weit gefehlt! Ich zähle hier mal einige interessante Dinge über die menschliche Zelle kurz und prägnant auf:

  • Würde man die Zelle so weit vergrößern, dass Atome die Größe einer Erbse haben, wäre die Zelle eine Kugel mit 800 Metern Durchmesser. In ihrem Inneren würden Millionen von Gegenständen, von der Größe eines Basketballs bis zur Größe eines Autos, hin und her flitzen.
  • Jeder DNA-Strang wird von diesen Gegenständen rund alle 8,4 Sekunden (also 10.000-mal am Tag) getroffen und dabei eventuell geschädigt. Jede dieser Verletzungen muss schnellstmöglich wieder geflickt werden, damit die Zelle nicht stirbt.
  • Die Proteine, wozu auch die Enzyme zählen, prallen rund eine Milliarde mal in der Sekunde zusammen. Enzyme führen dabei bis zu 1000-mal in der Sekunde ihre Aufgaben aus. Sie bauen Moleküle um und auf, trennen Stücke ab oder fügen welche ein, überwachen andere Proteine und markieren fehlerhafte mit einer chemischen Substanz.
  • Eine typische Zelle enthält rund 20.000 unterschiedliche Proteine, wobei 2000 jeweils mit mehr als 50.000 Molekülen vertreten sind. Das heißt, betrachtet man nur diese 2000 häufigsten, kommt man auf mehr als 100 Millionen Proteine in nur einer einzigen Zelle!
  • Das ATP, welches die bis zu 1000 Mitochondrien in einer Zelle produzieren, liefert die Energie für alle Vorgänge in der Zelle. Eine Körperzelle enthält ungefähr eine Milliarde ATP-Moleküle, wobei diese alle zwei Minuten verbraucht sind, und eine weitere Milliarde an ihre Stelle tritt. Ein Mensch produziert damit jeden Tag ATP-Moleküle, die der Hälfte seines Körpergewichts entsprechen!

Es geht also nicht, wie man sich das immer so vorstellt, ruhig und gemütlich in der Zelle zu.

Pagebar und Notable

8. März 2007

Wieder zwei neue Plugins. Und zwar Pagebar und Notable.

Ersteres dient der besseren Navigation indem es die Seitenzahlen am Fuß der Seite anzeigt und nicht mehr diese unschönen Vorher-Nachher-Links.

Das Zweite erlaubt das schnelle Social Bookmarking eines Artikels bei einer Vielzahl von Diensten. Ich habe davon nur Digg, del.icio.us und Blinklist aktiviert - man muß es ja nicht übertreiben. Zusätzlich hab ich noch selber die beiden deutschen Dienste Mr. Wong und Yigg integriert.

Code Highlighter

6. März 2007

Und wieder ein neues PlugIn gefunden. Diesmal handelt es sich um den Code Higlighter. Dieses PlugIn unterstützt die Syntaxhervorhebung für alle gängigen Programmiersprachen. Wirklich sehr praktisch und sieht auch noch gut aus.

Um dem Code auch noch einen schönen Rahmen zu verpassen, einfach folgendes in die style.css einfügen:

pre { border: 1px dotted #777;
      padding: 0.2em 0.5em;
      background-color: #eee }
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